Auf den Punkt:
- Das März-2026-Core-Update hat Structured Data zur Grundvoraussetzung für B2B-Sichtbarkeit gemacht.
- Wer FAQ-, Article- oder Organization-Schema nicht sauber implementiert, fällt aus Rich Snippets und AI Overviews.
- Wir zeigen dir, welche Schema-Typen B2B-Websites jetzt brauchen und wie du sie Schritt für Schritt aufsetzt.
Google hat im März 2026 die Regeln für strukturierte Daten verändert. FAQ-Markup verliert sichtbar an Wirkung. Gleichzeitig gewinnt ein anderer Schema-Typ massiv an Bedeutung: Entity-Schema. Hier steht, was das für deine B2B-Website bedeutet und was du jetzt tun kannst.
Google hat im März 2026 die Regeln für strukturierte Daten verändert. FAQ-Markup verliert sichtbar an Wirkung. Gleichzeitig gewinnt ein anderer Schema-Typ massiv an Bedeutung: Entity-Schema. Hier steht, was das für deine B2B-Website bedeutet und was du jetzt tun kannst.
Was ist passiert?
Das Google Core Update vom März 2026 hat nicht nur Rankings verschoben. Es hat auch verändert, wie Google mit strukturierten Daten umgeht. Strukturierte Daten (auch Schema Markup genannt) sind maschinenlesbare Informationen im Quellcode deiner Website. Sie helfen Suchmaschinen, den Inhalt einer Seite besser zu verstehen.
Zwei Änderungen sind für Website-Betreiber relevant:
- Google zeigt FAQ-Ergebnisse in der Suche deutlich seltener an. Laut Branchenanalysen sind die Impressionen für FAQ-Rich-Results um fast die Hälfte gesunken.
- Entity-Schema (Organization und Person) ist zum wichtigsten Schema-Typ aufgestiegen. Google nutzt diese Daten jetzt aktiv, um Quellen für KI-Antworten zu verifizieren.
Für B2B-Unternehmen in der Fertigung, Medizintechnik oder Industrie klingt das erstmal abstrakt. Aber es betrifft direkt, wie sichtbar deine Website in der Google-Suche ist.
Was sich bei FAQ-Schema geändert hat
FAQ-Schema war jahrelang ein beliebtes Mittel, um mehr Platz in den Suchergebnissen zu bekommen. Unternehmen haben auf fast jeder Seite einen FAQ-Bereich mit Schema Markup eingefügt. Google hat diese Fragen dann als ausklappbare Ergebnisse direkt in der Suche angezeigt.
Das funktioniert jetzt nur noch eingeschränkt. Google zeigt FAQ-Rich-Results fast nur noch für staatliche und medizinische Websites an. Für alle anderen Seiten erscheinen diese Ergebnisse nur noch selten.
Das bedeutet nicht, dass du dein FAQ-Markup löschen musst. Google straft es nicht ab. Aber der sichtbare Nutzen in der Suche ist für die meisten Unternehmenswebsites weg. Die Fragen und Antworten bleiben natürlich für Besucher auf der Seite nützlich. Nur der zusätzliche Platz in den Suchergebnissen fällt weg.
Meine Empfehlung: FAQ-Bereiche auf Seiten behalten, wo sie inhaltlich Sinn ergeben. Das Markup stehen lassen. Aber keine neuen Seiten mehr rein für FAQ-Rich-Results bauen. Die Energie geht besser in Entity-Schema.
Warum Entity-Schema jetzt entscheidend ist
Entity-Schema beschreibt, wer hinter einer Website steht. Es verbindet dein Unternehmen und deine Personen mit externen Profilen: LinkedIn, Handelsregister, Branchenverzeichnisse. Google nutzt diese Verbindungen, um Entitäten eindeutig zu identifizieren.
Das war früher ein Nischen-Thema für SEO-Spezialisten. Seit dem Core Update März 2026 ist es Pflicht für jede Website, die in KI-Antworten zitiert werden will. Google AI Mode (die KI-gesteuerte Suche) nutzt strukturierte Daten, um Quellen zu prüfen. Wenn Google dein Unternehmen nicht eindeutig zuordnen kann, fällst du als Quelle durch.
Konkret geht es um zwei Schema-Typen:
Organization-Schema
Organization-Schema beschreibt dein Unternehmen: Name, Adresse, Kontaktdaten, Gründung, Branche. Der wichtigste Teil ist die sameAs-Eigenschaft. Sie verlinkt dein Unternehmen mit externen Profilen.
In meinen Projekten sehe ich das immer wieder: Websites haben kein Organization-Schema. Oder sie haben eines, aber ohne sameAs-Verweise. Das ist wie eine Visitenkarte ohne Telefonnummer. Sie existiert, bringt aber nichts.
Für ein B2B-Unternehmen in Oberschwaben empfehle ich folgende sameAs-Verweise:
- LinkedIn-Unternehmensprofil
- Handelsregister-Eintrag
- Google Business Profile
- Branchenverzeichnis der IHK oder relevanter Verbände
Person-Schema (Autoren und Geschäftsführer)
Person-Schema beschreibt die Menschen hinter dem Unternehmen. Für B2B-Websites ist das besonders relevant, weil Entscheider in der Industrie wissen wollen, mit wem sie es zu tun haben.
Google nutzt Person-Schema mit sameAs-Verweisen, um Autoren von Fachartikeln zu verifizieren. Wer Blogposts oder Fachartikel veröffentlicht, profitiert davon. Die KI-Suche zitiert Quellen häufiger, wenn der Autor als verifizierte Entität erkannt wird.
Für Person-Schema empfehle ich:
- Voller Name und Jobtitel
- worksFor-Verweis auf das Organization-Schema
- sameAs-Verweise auf LinkedIn-Profil und ggf. Fachportal-Profile
- knowsAbout-Eigenschaft mit den Fachgebieten
Was das für B2B-Websites konkret bedeutet
Die meisten B2B-Websites, die ich betreue, haben strukturierte Daten vernachlässigt. Viele haben gar kein Schema Markup. Andere haben nur das Nötigste: ein paar Breadcrumbs und vielleicht ein Artikel-Schema vom CMS-Plugin.
Nach dem Core Update März 2026 reicht das nicht mehr. Die Prioritäten haben sich verschoben.
Was früher funktioniert hat
- FAQ-Schema auf jeder Seite für mehr Platz in den Suchergebnissen
- Review-Schema auf Vergleichsseiten
- How-To-Schema für Anleitungen
Was jetzt Priorität hat
- Organization-Schema mit vollständigen sameAs-Verweisen
- Person-Schema für Autoren und Geschäftsführung
- Article-Schema mit Autor-Verlinkung für jeden Blogpost
- Service-Schema für Dienstleistungsseiten
- LocalBusiness-Schema für regionale Unternehmen
Die Verschiebung ist klar: Weg von Schema als Werkzeug für hübschere Suchergebnisse. Hin zu Schema als Vertrauenssignal für Googles KI.
Meine 5-Punkte-Checkliste für B2B-Websites
Ich nutze diese Checkliste in meinen eigenen Projekten. Sie ist speziell für B2B-Unternehmen aus der Fertigung, Medizintechnik und Industrie gedacht.
1. Organization-Schema prüfen oder einrichten
Jede Unternehmenswebsite braucht ein Organization-Schema auf der Startseite. Es muss enthalten: Name, Adresse, Telefon, E-Mail, Gründungsjahr, Logo-URL und mindestens drei sameAs-Verweise auf externe Profile.
2. Person-Schema für Geschäftsführung und Autoren
Jeder Mensch, der auf der Website namentlich erwähnt wird, braucht ein Person-Schema. Das gilt für die Über-uns-Seite, für Blogpost-Autoren und für Ansprechpartner auf Service-Seiten.
3. Service-Schema für Dienstleistungen
Jede Service-Seite bekommt ein Service-Schema mit Beschreibung, Zielgruppe (audience) und Anbieter (provider). Das hilft Google, dein Angebot thematisch einzuordnen.
4. Altes FAQ- und Review-Schema prüfen
Nicht löschen, aber prüfen: Passt das FAQ-Schema zum Hauptinhalt der Seite? Wenn der FAQ-Bereich nur ein Anhang ist und die Seite eigentlich ein anderes Thema behandelt, bringt das Markup keinen Nutzen mehr. In dem Fall kannst du es entfernen, um den Code sauber zu halten.
5. Schema mit dem Google Rich Results Test prüfen
Nach jeder Änderung das Markup mit dem Rich Results Test von Google prüfen. Das Tool zeigt Fehler und Warnungen an. Zusätzlich in der Google Search Console unter "Verbesserungen" prüfen, ob die Daten korrekt erfasst werden.
Was ich in der Praxis sehe
In den letzten zwei Wochen habe ich drei B2B-Websites auf ihre strukturierten Daten geprüft. Alle drei hatten kein Organization-Schema. Zwei hatten FAQ-Schema auf Seiten, wo der Hauptinhalt ein ganz anderes Thema war. Eine hatte überhaupt kein Schema Markup.
Das ist kein Einzelfall. Gerade bei TYPO3-Websites fehlen strukturierte Daten häufig. Anders als WordPress mit Yoast oder RankMath gibt es dort kein Standard-Plugin für automatisches Schema Markup. In TYPO3 muss ein Entwickler oder Integrator das manuell einrichten.
Der Aufwand für eine saubere Schema-Implementierung liegt bei vier bis acht Stunden. Das umfasst Organization-Schema, Person-Schema, Article-Schema für den Blog und Service-Schema für die wichtigsten Dienstleistungsseiten. Danach ist es wartungsarm, weil die Templates die Daten automatisch ausgeben.
Was das für die KI-Sichtbarkeit bedeutet
Google AI Mode, ChatGPT, Perplexity: Alle grossen KI-Systeme nutzen strukturierte Daten, um Quellen auszuwählen und zu zitieren. Wer als verifizierte Entität erkannt wird, hat bessere Chancen, in KI-Antworten aufzutauchen.
Für B2B-Unternehmen ist das relevant, weil Entscheider zunehmend KI-Tools für Recherche nutzen. Wenn ein Geschäftsführer in der Medizintechnik "CNC-Fräse Wartung Dienstleister Bodensee" in eine KI-Suche eingibt, prüft das System, welche Quellen vertrauenswürdig sind. Ein Unternehmen mit sauberem Organization-Schema und verifizierten sameAs-Verweisen hat einen Vorteil gegenüber einem Unternehmen ohne strukturierte Daten.
Das ist keine Garantie für Sichtbarkeit. Aber es ist eine Grundlage, die ohne viel Aufwand geschaffen werden kann.
Zusammengefasst
Strukturierte Daten sind nach dem Core Update März 2026 wichtiger als vorher. Aber die Strategie hat sich verändert. Wer Schema Markup nur für hübschere Suchergebnisse nutzt, verpasst den eigentlichen Wert. Der liegt jetzt in der Entity-Erkennung und der KI-Sichtbarkeit.
Drei Dinge, die du diese Woche prüfen kannst:
- Hat deine Website ein Organization-Schema mit sameAs-Verweisen?
- Sind Autoren und Ansprechpartner mit Person-Schema versehen?
- Passt dein bestehendes FAQ-Schema zum Hauptinhalt der jeweiligen Seite?
Wenn du bei einer dieser Fragen unsicher bist: Das lässt sich in wenigen Stunden klären.
Du willst wissen, wie deine Website bei strukturierten Daten aufgestellt ist? Ich prüfe das für dich. Datenbasiert, ohne Fantasieversprechen. Kontakt aufnehmen.
Dennis Hüttner
Waterproof Web Wizard GmbH
Quellen
- Digital Applied: Schema Markup After March 2026: Structured Data Strategies (März 2026) digitalapplied.com
- Google Search Central: Changes to HowTo and FAQ rich results developers.google.com
- Jon Goodey: Google's Structured Data Changes in 2025 and 2026 (Februar 2026) linkedin.com
FAQ
Was sind strukturierte Daten und braucht meine B2B-Website sie?
Strukturierte Daten sind maschinenlesbare Informationen im Quellcode deiner Website. Sie helfen Suchmaschinen und KI-Systemen, den Inhalt und den Absender einer Seite zu verstehen. Für B2B-Websites sind sie seit dem Core Update März 2026 besonders wichtig, weil Google sie für die Quellenauswahl in KI-Antworten nutzt. Ohne strukturierte Daten fehlt Google ein wichtiges Vertrauenssignal.
Bringt FAQ-Schema auf meiner Website noch etwas?
FAQ-Schema wird von Google nicht abgestraft. Aber die sichtbaren Vorteile in den Suchergebnissen sind für die meisten Unternehmenswebsites seit 2023 stark eingeschränkt. FAQ-Rich-Results erscheinen fast nur noch bei staatlichen und medizinischen Websites. Der FAQ-Bereich selbst bleibt für Besucher nützlich. Ich empfehle, bestehendes Markup stehen zu lassen, aber keine neuen Seiten rein für FAQ-Ergebnisse zu bauen.
Wie viel kostet es, strukturierte Daten auf einer B2B-Website einzurichten?
Der Aufwand für eine saubere Basis-Implementierung liegt bei vier bis acht Stunden. Das umfasst Organization-Schema, Person-Schema für Autoren und Ansprechpartner, Article-Schema für den Blog und Service-Schema für die wichtigsten Dienstleistungsseiten. Bei einem Stundensatz von 108 Euro liegen die Kosten zwischen 432 und 864 Euro. Die laufende Wartung ist minimal, weil die Daten über Templates automatisch ausgegeben werden.
Welches CMS eignet sich am besten für strukturierte Daten?
WordPress hat mit Plugins wie Yoast oder RankMath eingebaute Schema-Funktionen. TYPO3 braucht eine manuelle Implementierung durch einen Entwickler, bietet dafür aber mehr Kontrolle über das Markup. Neos CMS unterstützt strukturierte Daten über Fusion-Templates. In allen drei Systemen ist eine saubere Schema-Implementierung möglich. Der Unterschied liegt im Aufwand: Bei WordPress geht es schneller, bei TYPO3 ist es präziser steuerbar.
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sasdasd
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