SEO4. August 2026 

Bewertungssterne bei Google: Warum echte Bewertungen jetzt noch mehr zählen

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Bewertungssterne bei Google: Warum echte Bewertungen jetzt noch mehr zählen

Das Wichtigste in Kürze

  • Am 24. Juli 2026 hat Google eine neue Richtlinie für Bewertungssterne in den Suchergebnissen ergänzt. Verboten sind gefälschte und verdeckt bezahlte Bewertungen, auf der Seite und im Markup (der technischen Auszeichnung für Google).
  • Verdeckt bezahlt heißt: jemand bekommt Geld, Rabatt, Gutschein oder ein Gratis-Produkt für die Bewertung, und das steht nirgends offen dabei.
  • Zeigst du Bewertungen über dein eigenes Unternehmen auf deiner eigenen Seite, blendet Google die Sterne dafür ohnehin meist nicht ein. Das ist die Self-Serving-Regel, und sie gilt schon seit Jahren.
  • Ein Verstoß kann eine manuelle Maßnahme (Manual Action) auslösen. Dann fallen die Sterne weg, bis du das Problem behebst.
  • Der ruhige Weg: echte Bewertungen sammeln, jede Belohnung offen kennzeichnen, das Markup nur für die Fälle nutzen, die Google auch zulässt.

Sterne unter dem Suchergebnis fühlen sich an wie ein Vertrauensvorschuss. Genau deshalb lohnt ein nüchterner Blick auf eine Änderung von Google vom 24. Juli 2026.

Die meisten Firmen denken bei Bewertungssternen an einen Anzeige-Trick: Schema einbauen, Sterne erscheinen. So einfach war es nie. Und seit dieser Woche ist eine Grenze noch klarer gezogen. Es geht nicht um mehr Technik. Es geht um echte Bewertungen und um Offenheit, wenn jemand für eine Bewertung etwas bekommen hat.

Dieser Beitrag ordnet die Meldung ein. Du erfährst, was genau neu ist. Und warum die eigenen Sterne auf der eigenen Seite oft gar nicht zählen. Ohne Panik, mit einem klaren Ablauf.

Was Google am 24. Juli geändert hat

Google zeigt unter manchen Suchergebnissen einen Bewertungsstern mit Durchschnittsnote. Damit das erscheint, braucht die Seite strukturierte Daten. Wichtig ist, diese strukturierte Daten sauber einzurichten (ein festes Datenformat, mit dem du Google sagst, was auf der Seite steht). Für Bewertungen sind das die Typen *Review* und *AggregateRating*.

Am 24. Juli 2026 hat Google die Dokumentation zum Review-Snippet um eine Richtlinie ergänzt. Der Kernsatz lautet sinngemäß: Nimm keine gefälschten und keine nicht offengelegten, incentivierten Bewertungen auf deine Seite oder in dein Markup. Der Eintrag steht auch im offiziellen Änderungsprotokoll von Google unter dem 24. Juli 2026.

Google nennt zwei Beispiele. Erstens: Bewertungen, die nicht auf einer echten Erfahrung mit dem Produkt oder der Leistung beruhen. Zweitens: Bewertungen, die jemand für eine Gegenleistung geschrieben hat (Geld, Rabatt, Gutschein oder ein Gratis-Produkt), ohne dass diese Gegenleistung klar und deutlich dabeisteht.

Das ist keine Verschärfung aus dem Nichts. Es macht eine bestehende Erwartung schwarz auf weiß: Bewertungen im Rich Snippet (dem erweiterten Suchergebnis mit Zusatzinfos) sollen echt sein. Wer das ignoriert, riskiert eine manuelle Maßnahme. Dann entfernt Google die Sterne, bis der Verstoß behoben ist.

Der Punkt, den viele übersehen: deine eigenen Sterne sieht Google oft gar nicht

Hier liegt der eigentliche Mehrwert, unabhängig von der neuen Richtlinie.

Viele Firmen zeigen auf der eigenen Website eine Sammelnote über sich selbst, oft über ein eingebettetes Bewertungs-Widget. Die Erwartung: Diese Sterne tauchen dann auch bei Google auf. In den meisten Fällen tun sie das nicht.

Google nennt das Self-Serving-Bewertungen. Gemeint ist: Die bewertete Firma kontrolliert die Bewertungen über sich selbst, direkt im Markup oder über ein eingebundenes Fremd-Widget. Für die Schema-Typen *LocalBusiness* und *Organization* zeigt Google in diesem Fall keine Sterne im Suchergebnis. Diese Regel gilt seit 2019 und steht bis heute in der Doku, nachzulesen im Blogpost von Google dazu.

Das ist wichtig, weil es viel Frust erklärt. Wer seit Monaten wartet, dass die eigene Sammelnote als Stern bei Google erscheint, wartet oft auf etwas, das so nicht vorgesehen ist. Nicht der Code ist kaputt. Der Fall ist einfach nicht zulässig.

Zwei Wege bleiben sauber. Echte Bewertungen über dein Unternehmen sammelst du auf einer unabhängigen Plattform. Nicht auf der eigenen Seite über dich selbst. Für einzelne Produkte auf eigenen Produktseiten sind Sterne bei echten Kundenbewertungen weiter möglich, solange sie den Richtlinien folgen.

Was "verdeckt bezahlte Bewertung" konkret heißt

Der neue Teil zielt auf Offenheit, nicht auf ein Verbot jeder Belohnung.

Eine incentivierte Bewertung ist eine Bewertung gegen eine Gegenleistung. Das ist nicht per se verboten. Der Fehler entsteht, wenn diese Gegenleistung verschwiegen wird. Ein Beispiel: Du verschickst nach dem Kauf einen 10-Euro-Gutschein für eine Bewertung. Steht beim Text kein Hinweis, dass die Bewertung auf einer Gegenleistung beruht, fällt sie unter "verdeckt incentiviert".

Sauber ist der offene Weg. Wenn eine Bewertung auf einer Gegenleistung beruht, gehört ein klarer Hinweis sichtbar dazu. Google verlangt "klar und deutlich", also nicht im Kleingedruckten, sondern erkennbar an der Bewertung.

Am Rand, und ausdrücklich kein Rechtsrat: Auch das deutsche Wettbewerbsrecht (UWG) erwartet seit der Reform 2022 Transparenz bei Bewertungen. Google und die rechtliche Erwartung ziehen hier in dieselbe Richtung. Im Zweifel klärst du die konkrete Kennzeichnung mit einem Fachanwalt.

Bist du betroffen? Dein Check in vier Schritten

Vier Schritte reichen für einen klaren Befund. Für die technischen Punkte brauchst du Zugriff auf deine Seite oder kurz deinen Dienstleister.

Schritt 1: Zeigst du überhaupt Bewertungs-Markup? Prüfe, ob deine Seite *Review*- oder *AggregateRating*-Daten ausgibt. Ein schneller Test läuft über den Schema Markup Validator. Ohne dieses Markup betrifft dich die Snippet-Frage nicht.

Schritt 2: Bewertest du dich selbst auf der eigenen Seite? Läuft das Markup als *LocalBusiness* oder *Organization* über eine Sammelnote zu deinem eigenen Unternehmen, sind Sterne im Suchergebnis dafür nicht vorgesehen. Dann ist ein fehlender Stern kein Fehler, sondern die Regel.

Schritt 3: Gibt es Gegenleistungen für Bewertungen? Sammelst du Bewertungen mit Gutschein, Rabatt oder Gratis-Produkt, prüfe jede Stelle auf einen sichtbaren Hinweis. Fehlt er, ergänze ihn oder nimm die betroffenen Bewertungen aus dem Markup.

Schritt 4: Stimmt Anzeige und Markup überein? Google verlangt, dass die ausgezeichneten Bewertungen für Besucher sichtbar auf der Seite stehen. Markup ohne sichtbaren Text auf der Seite ist ein eigener Verstoß.

Wenn diese vier Punkte passen, ist der Fall für dich erledigt.

Was wir bei Bewertungen in Projekten sehen

Ein offenes Wort aus der Praxis. Wir richten Bewertungs-Markup und strukturierte Daten in Kundenprojekten ein, von der Verbandsseite bis zum mehrsprachigen Auftritt. Beim Thema Sterne ist das Muster fast immer dasselbe.

Jemand baut ein Bewertungs-Widget ein, wartet auf die Sterne bei Google und ist enttäuscht, wenn sie ausbleiben. In vielen Fällen ist die Ursache nicht die Technik, sondern die Self-Serving-Regel. Die Sammelnote über die eigene Firma auf der eigenen Seite war nie für den Stern im Suchergebnis vorgesehen.

Der ruhige Umgang ist unspektakulär. Bewertungen echt halten. Jede Gegenleistung offen kennzeichnen. Das Markup nur dort einsetzen, wo Google es auch zulässt. Das ist kein Trick, das ist Sorgfalt. Und Sorgfalt ist der Unterschied zwischen einer Seite, die bei solchen Meldungen ruhig bleibt, und einer, die jedes Mal zum Fragezeichen wird. Wer unsicher ist, kann das eigene Bewertungs-Setup prüfen lassen.

Unsicher, ob deine Bewertungen sauber ausgezeichnet sind? Und ob deine Sterne überhaupt zulässig sind? Das schauen wir uns in einem kurzen Blick an.

Schluss mit der Unsicherheit bei deinen Google-Bewertungen

<p>Unsicher, ob deine Bewertungen sauber ausgezeichnet sind? Und ob deine Sterne überhaupt zulässig sind? Das schauen wir uns in einem kurzen Blick an.</p>

Häufige Fragen

Was hat Google am 24. Juli 2026 bei Bewertungen geändert?

Google hat eine Richtlinie zum Review-Snippet ergänzt: keine gefälschten und keine verdeckt incentivierten Bewertungen auf der Seite oder im Markup. Verdeckt incentiviert heißt, jemand bekommt eine Gegenleistung für die Bewertung, ohne dass das offen dabeisteht.

Warum erscheinen meine Bewertungssterne nicht bei Google?

Häufig liegt es an der Self-Serving-Regel. Zeigst du über *LocalBusiness*- oder *Organization*-Daten eine Bewertung über dein eigenes Unternehmen auf deiner eigenen Seite, blendet Google dafür keine Sterne ein. Diese Regel gilt seit 2019.

Sind bezahlte oder belohnte Bewertungen jetzt verboten?

Nicht grundsätzlich. Das Problem ist die fehlende Offenlegung. Wenn eine Bewertung auf einer Gegenleistung beruht, muss das klar und deutlich sichtbar sein. Ohne diesen Hinweis fällt sie unter "verdeckt incentiviert".

Was passiert bei einem Verstoß gegen die Richtlinie?

Google kann eine manuelle Maßnahme gegen die Seite verhängen. Dann entfernt Google die Sterne. Nach der Behebung kannst du die Seite zur erneuten Prüfung (Reconsideration) einreichen.

Wie zeige ich Bewertungen richtig an, damit Sterne möglich bleiben?

Nutze echte Bewertungen, die für Besucher sichtbar auf der Seite stehen und zum Markup passen. Für Produkte auf eigenen Produktseiten sind Sterne bei echten Kundenbewertungen weiter möglich. Für die eigene Firma sammelst du Bewertungen besser auf einer unabhängigen Plattform.

Quellen