Website & Technik8. September 2026 

Favicon in Google: Welche Formate unterstützt die Suche?

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Favicon in Google: Welche Formate unterstützt die Suche?

Google hat am 28. August 2026 seine Favicon-Dokumentation präzisiert. Die Liste nennt BMP, GIF, ICO, PNG, JPEG, PPM und TIFF. SVG (ein skalierbares Grafikformat) fehlt. Laut Google haben sich die unterstützten Formate durch diese Änderung nicht verändert. Wer bisher nur ein SVG einbindet, kann anhand dieser Liste die vorhandenen Angaben prüfen. Einen technischen Wechsel oder eine Abschaltfrist kündigt Google nicht an.

Ein Favicon ist das kleine Symbol neben dem Seitennamen, etwa im Browser-Tab oder in einem Google-Suchergebnis. Für die Prüfung zählt, welche Dateien deine Startseite dafür anbietet. Ein korrektes Symbol im Browser beantwortet noch nicht, welches Google verwendet.

Warum die beiden Google-Listen nicht zusammenpassen müssen

Bisher verwies die Favicon-Hilfe auf eine externe Formatübersicht. Deren Inhalt änderte sich im Laufe der Zeit und ließ laut Google offen, welche Formate für die Suche gelten. Deshalb steht die Liste jetzt direkt in der Hilfe.

Für Bilder im Seiteninhalt führt Google eine andere Liste. Wir haben beide Angaben abgeglichen:

FormatInhaltsbilder auf der SeiteFavicon in der Suche
PNG, JPEG, GIF, BMPgelistetgelistet
ICOnicht gelistetgelistet
PPM, TIFFnicht gelistetgelistet
WebP, AVIFgelistetnicht gelistet
SVGgelistetnicht gelistet

Quellen: Google zu Favicons und Google zu Inhaltsbildern.

Die Bild-Dokumentation bezieht sich auf Bilder im Seiteninhalt: Ein img-Element steht im HTML-Code für ein Bild, sein src-Attribut enthält die Bildadresse. Ein Favicon hat eine andere Aufgabe und eine eigene Einbindung. Aus der Unterstützung für Inhaltsbilder lässt sich deshalb keine Favicon-Unterstützung ableiten.

SVG fehlt in der Favicon-Liste. Die Hilfe enthält zugleich keine ausdrückliche Regel, dass Google jedes SVG ablehnt. Wir empfehlen deshalb eine zusätzliche PNG- oder ICO-Variante, wenn bisher ausschließlich ein SVG vorhanden ist. Damit erfüllt die Einbindung die dokumentierte Formatvorgabe. Eine Anzeigezusage folgt daraus nicht.

So prüfst du die Einbindung

Öffne den Quelltext deiner Startseite und suche im Kopfbereich nach den Favicon-Angaben. Google akzeptiert die rel-Werte icon, shortcut icon, apple-touch-icon und apple-touch-icon-precomposed. Wer nur nach rel="icon" sucht, übersieht möglicherweise ein gültiges Apple-Touch-Icon.

  1. Notiere die Bildadressen hinter href. Die Dateiendung gibt einen ersten Hinweis auf das Format. Bei unklaren Adressen prüft die technische Betreuung den tatsächlichen Dateiinhalt und den vom Server gemeldeten Dateityp.
  2. Rufe die Dateien direkt auf. Sie müssen ohne Anmeldung erreichbar sein. Googles automatisierte Abrufprogramme müssen Zugriff haben: Googlebot auf die Startseite und Googlebot-Image auf die Bilddatei. Prüfe dafür auch die robots.txt, also die Datei mit Anweisungen für solche Programme.
  3. Vergleiche Format und Maße mit der Google-Hilfe. Das Bild muss laut Google-Hilfe quadratisch sein und mindestens 8 mal 8 Pixel haben; Google empfiehlt dort mehr als 48 mal 48 Pixel. Die Bildadresse soll stabil bleiben.

Der Abruf im eigenen Browser prüft nur einen Teil davon. Er belegt noch keinen erfolgreichen Googlebot-Abruf.

Eine zusätzliche PNG-Datei mit 96 mal 96 Pixeln lässt sich beispielsweise so einbinden:

<link rel="icon" href="/favicon-96x96.png" type="image/png" sizes="96x96">
<link rel="icon" href="/favicon.svg" type="image/svg+xml" sizes="any">

Das vorhandene SVG darf bleiben. Welche Variante ein Browser auswählt, hängt unter anderem von Dateityp, Größenangabe und Reihenfolge ab. Bei gleich geeigneten Angaben zählt nach dem HTML-Standard die letzte in der Dokumentreihenfolge. sizes="any" kennzeichnet ein skalierbares Symbol. Browser bevorzugen SVG deshalb nicht grundsätzlich. HTML-Standard: Icon-Auswahl

Ein Beispiel von unserer eigenen Website

Wir haben am 10. September 2026 auch unsere Startseite geprüft. Sie bindet neben einem SVG eine ICO-Datei, PNGs mit 16 und 32 Pixeln sowie ein Apple-Touch-Icon mit 180 Pixeln ein. Die ICO-Datei enthält Größen von 16, 32 und 48 Pixeln.

Alle fünf Dateien antworteten beim Abruf mit HTTP 200, dem Status für eine erfolgreiche Anfrage. Die robots.txt sperrte keine davon. Das belegt die technische Einbindung zum Prüfzeitpunkt. Welche Variante Google tatsächlich anzeigt, lässt sich daraus nicht ablesen.

Das Beispiel zeigt auch, warum eine einzelne SVG-Zeile im Quelltext für eine Diagnose nicht reicht: Auf derselben Seite können weitere zulässige Varianten stehen.

Wo du in TYPO3 und WordPress nachsiehst

TYPO3

In TypoScript (der Konfigurationssprache von TYPO3) legt die Eigenschaft page.shortcutIcon die Favicon-Datei fest. Prüfe die Datei, auf die diese Einstellung zeigt, und zusätzlich den tatsächlich ausgelieferten HTML-Kopf. Weitere Angaben lassen sich über die Kopfbereich-Konfiguration ergänzen, etwa mit page.headerData. Die TYPO3-Betreuung kann beide Stellen abgleichen. Eine nicht vorhandene Datei führt bei shortcutIcon dazu, dass TYPO3 die Angabe nicht ausgibt. TYPO3-Dokumentation: PAGE

WordPress

Seit WordPress 6.5 findest du das Website-Icon unter Einstellungen > Allgemein. Laut derselben WordPress-Anleitung muss die Ausgangsdatei quadratisch sein und mindestens 512 mal 512 Pixel haben; empfohlen ist PNG. Diese Uploadgröße bedeutet nicht, dass WordPress nur eine 512-Pixel-Datei ausliefert. Prüfe nach dem Speichern die erzeugten Angaben auf der Startseite, gegebenenfalls mit deiner WordPress-Betreuung.

Hauptdomain und Subdomains

Google ordnet das Favicon einem Hostnamen zu. firma.de und shop.firma.de brauchen daher jeweils eine Einbindung auf ihrer Startseite. Beide dürfen dieselbe Bilddatei nutzen. firma.de/shop ist dagegen ein Unterverzeichnis und erhält kein eigenes Favicon für die Google-Suche. Google: ein Favicon pro Hostname

Wenn das Symbol nach der Korrektur noch fehlt

Google nennt mehrere Tage bis mehrere Wochen, bis ein erneuter Abruf Änderungen erfasst. Über die URL-Prüfung der Startseite in der Search Console (Googles Werkzeug für Website-Verantwortliche) kannst du eine erneute Indexierung anfragen, also die Aufnahme in Googles Suchbestand. Auch bei erfüllten Vorgaben verspricht Google keine Anzeige des Favicons.

Für eine technische Rückfrage reichen zunächst die betroffene Startseite und die dort eingebundenen Bildadressen. Wir prüfen daran, ob eine Variante aus der dokumentierten Formatliste vorhanden ist und welche Abrufbedingungen noch offen sind. Favicon-Einbindung prüfen lassen.

Häufige Fragen

Müssen wir das SVG-Favicon entfernen?

Wir empfehlen eine zusätzliche PNG- oder ICO-Variante, wenn bisher nur SVG vorhanden ist. Das SVG darf daneben bestehen bleiben.

Bedeutet das WordPress-Website-Icon immer 512 Pixel?

Laut WordPress-Dokumentation braucht die Ausgangsdatei mindestens 512 mal 512 Pixel. Daraus folgt nicht, dass die Startseite ausschließlich eine Datei dieser Größe ausliefert.

Beweist das Symbol im Browser, dass Google es anzeigt?

Nein. Der Browser wählt aus den vorhandenen Icon-Angaben. Unser öffentlicher Abruf prüft die Einbindung und Erreichbarkeit, nicht die tatsächliche Anzeige in der Google-Suche.