Marketing & Kundengewinnung16. Juni 2026 

Google Ads Wettbewerbsanalyse für B2B

Veröffentlicht
Lesedauer
min
Aktualität
aktuell
Google Ads Wettbewerbsanalyse für B2B

Das Wichtigste in Kürze

  • Im B2B verbrennt Budget selten durch zu wenig Geld. Es verbrennt durch Auktionslogik und Streuverluste auf irrelevante Suchen.
  • Auction Insights (Googles Wettbewerbs-Report im Konto) zeigt dir, gegen wen du wirklich antrittst. Manche bieten sogar auf deinen Markennamen.
  • Der Suchbegriff-Report zeigt, wo dein Geld an falsche Suchen fließt. Negative-Keywords (Ausschluss-Suchbegriffe) stoppen den Abfluss.
  • B2B-Besonderheit: kleine Zielgruppe, hohe Klickpreise, lange Kaufentscheidungen. Jeder vergeudete Euro fällt stärker ins Gewicht.

Google Ads Wettbewerbsanalyse für B2B – im Detail

Das eigentliche Problem ist nicht zu wenig Budget

Die meisten B2B-Entscheider denken bei Google Ads in Budget. Mehr Geld, mehr Klicks, mehr Anfragen. So einfach ist es nicht.

Ein Beispiel aus einem echten Konto. Freigegeben waren 240 € pro Monat. Genutzt wurden 16,63 €. Der Rest blieb liegen.

Das Geld fehlte nicht. Es floss nur nicht ab. Schuld war die Auktionslogik (das System, nach dem Google Anzeigenplätze vergibt). Dazu Streuverluste auf Suchen, die nichts brachten.

Genau das ist der Punkt im B2B. Dein Budget verbrennt nicht, weil zu wenig drin ist. Es verbrennt, weil es an die falschen Suchanfragen geht.

Deine Zielgruppe ist klein. Vielleicht suchen nur ein paar hundert Leute pro Monat nach deinem Angebot. Jeder Klick zählt mehr als im Endkunden-Geschäft.

Die Wettbewerbsanalyse setzt genau hier an. Sie zeigt dir, wer gegen dich bietet. Und sie zeigt, wo dein Geld an irrelevante Suchen fließt.

Warum die Konkurrenz im B2B unsichtbar bleibt

Im Endkunden-Geschäft siehst du deine Wettbewerber überall. Im B2B ist das anders.

Wer gegen dich bietet, taucht im normalen Surfen kaum auf. Trotzdem ist die Konkurrenz da. Sie bietet auf dieselben Keywords (Suchbegriffe, die deine Anzeige auslösen).

Manchmal bietet sie sogar auf deinen Markennamen. Das ist erlaubt. Ein Wettbewerber darf deinen Firmennamen als Keyword buchen.

Sucht jemand nach dir, sieht er oben die Anzeige der Konkurrenz. Genau hier macht die Wettbewerbsanalyse sichtbar, was sonst verborgen bleibt.

Auction Insights: Googles eigener Wettbewerbs-Report

Dein erstes Werkzeug steckt schon im Google-Ads-Konto. Es heißt Auction Insights (Auktionsdaten).

Der Report zeigt dir, mit wem du dir die Anzeigenplätze teilst. Du findest ihn auf Kampagnen-, Anzeigengruppen- oder Keyword-Ebene.

Diese Werte liefert er dir:

  • Impression Share (Anteil an Einblendungen): Wie oft deine Anzeige im Vergleich erscheint.
  • Overlap Rate (Überschneidungsrate): Wie oft ein Wettbewerber gleichzeitig mit dir auftaucht.
  • Position Above Rate: Wie oft ein Mitbewerber über dir steht.
  • Top of Page Rate: Wie oft eine Domain ganz oben landet.

Ein Beispiel macht den Nutzen klar. Du siehst eine fremde Domain mit hoher Überschneidung. Sie steht oft über dir. Dann weißt du: Hier kämpfst du um dieselben Klicks.

Auction Insights nennt dir die Domains direkt. Du erkennst sofort, ob ein bekannter Wettbewerber dabei ist. Oder ein Angreifer, den du nicht auf dem Schirm hattest.

Drittanbieter-Tools: fremde Keywords und Anzeigentexte

Auction Insights zeigt dir das *Wer*. Es zeigt dir nicht das *Was*.

Für fremde Keywords und Anzeigentexte brauchst du externe Tools. Sie greifen auf große Datenbanken zu und schätzen, wofür ein Wettbewerber bezahlt.

Damit beantwortest du drei Fragen:

  1. Auf welche Keywords bietet die Konkurrenz? So findest du Suchbegriffe, die du übersehen hast.
  2. Welche Anzeigentexte schaltet sie? So siehst du, welche Botschaften im Markt laufen.
  3. Auf welche Landingpages leitet sie? So verstehst du das Angebot dahinter.

Beachte eine Grenze: Diese Tools schätzen. Sie sehen nicht in fremde Konten. Die Zahlen sind Annäherungen, kein exakter Kontoauszug.

#### Tool-Vergleich für die B2B-Wettbewerbsanalyse

WerkzeugQuelle der DatenStärkeWas du herausziehst
Auction Insightsdein eigenes Google-Ads-Kontoechte Auktionsdaten, kostenlosMit wem du dir Plätze teilst
SE Rankingexterne Keyword-Datenbankbezahlte Keywords der KonkurrenzLohnende Suchbegriffe, Anzeigentexte
SISTRIXexterne SEO-/SEA-DatenbankSichtbarkeit organisch und bezahltMarkt-Überblick, starke Domains
Suchbegriff-Reportdein eigenes Google-Ads-Kontoechte Suchanfragen, kostenlosWo dein Budget verbrennt

Die zwei kostenlosen Werkzeuge stecken in deinem Konto. Die zwei externen Tools kosten Geld, liefern aber den Blick nach außen.

Der Suchbegriff-Report: wo dein Budget verbrennt

Dein zweites kostenloses Werkzeug ist der Suchbegriff-Report (Search Terms Report).

Er zeigt die echten Suchanfragen, bei denen deine Anzeige erschien. Nicht deine gebuchten Keywords. Die tatsächlichen Wörter, die Menschen getippt haben.

Hier liegt im B2B oft viel verstecktes Budget. Ein Beispiel: Du buchst "CRM Software". Deine Anzeige erscheint auch bei "CRM Software kostenlos".

Wer "kostenlos" sucht, kauft selten ein B2B-System. Der Klick kostet dich trotzdem Geld.

Solche Begriffe trägst du als Negativ-Keyword (Ausschluss-Suchbegriff) ein. Ab dann erscheint deine Anzeige dort nicht mehr. Dein Budget fließt zu den richtigen Anfragen.

Geh den Report regelmäßig durch. Einmal pro Woche reicht oft. So fängst du teure Fehlklicks früh ab.

Was du aus der Analyse herausziehst

Drei Dinge bringt dir die Wettbewerbsanalyse konkret.

Lohnende Keywords. Du findest Suchbegriffe, auf die die Konkurrenz bietet und du nicht. Manche davon passen zu deinem Angebot. Andere lässt du bewusst liegen.

Stellen, wo Budget verbrennt. Der Suchbegriff-Report deckt teure Fehlklicks auf. Negativ-Keywords stoppen sie. Das Geld fließt zu kaufbereiten Anfragen.

Botschaften, die ziehen. Du siehst, welche Anzeigentexte im Markt laufen. Daraus lernst du, wie Wettbewerber ihren Nutzen formulieren. Deine eigene Botschaft schärfst du dagegen ab.

Ein Hinweis zur Marke: Prüfe, ob jemand auf deinen Firmennamen bietet. Wenn ja, schalte eine eigene Marken-Kampagne. So sicherst du dir den Platz ganz oben bei deinem eigenen Namen.

Diese Kampagne arbeitet anders als die übrigen. Sie akquiriert nicht. Sie verteidigt.

Für einen Kunden habe ich die Brand-Kampagne auf Quality Score 10/10 (Googles Qualitätswert für Keyword, Anzeige und Seite) optimiert. Der Klickpreis liegt bei rund 10 Cent.

Der Zweck ist nicht der billige Klick. Die Kampagne hält Wettbewerber davon ab, auf den eigenen Markennamen zu bieten. Sie schützt den Platz, den du dir aufgebaut hast.

B2B-Besonderheiten: kleine Zielgruppe, hohe Klickpreise

Im B2B gelten andere Regeln als im Endkunden-Geschäft. Drei Punkte machen den Unterschied.

Kleine Zielgruppe. Wenige Leute suchen, jeder Klick zählt mehr. Du kannst Streuverluste nicht mit Masse ausgleichen.

Hohe Klickpreise. B2B-Keywords kosten oft mehr pro Klick (CPC, Cost-per-Click). Ein vergeudeter Klick tut hier stärker weh als im Endkunden-Bereich.

Lange Kaufentscheidungen. Bis ein B2B-Kunde kauft, vergehen Wochen oder Monate. Ein Klick führt selten sofort zum Abschluss. Er ist der Anfang eines langen Wegs.

Daraus folgt eine klare Regel. Im B2B zählt Präzision mehr als Reichweite. Lieber wenige, passende Klicks als viele, billige.

Genau dafür ist die Wettbewerbsanalyse da. Sie hilft dir, dein knappes Budget auf die richtigen Suchanfragen zu lenken.

Ein Konto-Fall: so bin ich vorgegangen

Ein Beispiel aus der Praxis macht die Logik greifbar. Die Zahlen sind echt, das Konto anonym.

Das Konto nutzte nur 16,63 € von 240 € freigegebenem Monatsbudget. Auf den ersten Blick ein Budget-Problem. War es aber nicht.

Ich habe zuerst in den Suchbegriff-Report geschaut. Dort fielen Suchanfragen auf, die nichts mit dem Angebot zu tun hatten. Dafür floss Geld ab.

Diese Begriffe habe ich als Negative-Keywords gesetzt. 13 Stück insgesamt. Das sparte rund 25 € Streuverlust pro Monat.

Das Ergebnis war messbar. Die Kosten pro Anmeldung lagen bei 2,38 €. Andere Kampagnen im selben Konto lagen bei 35 bis 60 €.

Der Unterschied kam nicht von mehr Budget. Er kam von präziserem Budget. Genau das ist der Hebel im B2B.

Ein einfacher Ablauf für den Start

Du musst nicht alles auf einmal machen. Diese Reihenfolge funktioniert:

  1. Auction Insights öffnen. Schau, gegen wen du wirklich bietest.
  2. Marke prüfen. Bietet jemand auf deinen Namen? Dann gegensteuern.
  3. Suchbegriff-Report durchgehen. Teure Fehlklicks als Negativ-Keyword ausschließen.
  4. Externes Tool ansehen. Fremde Keywords und Anzeigentexte sichten.
  5. Lücken füllen. Lohnende Keywords ergänzen, eigene Botschaft schärfen.

Diesen Ablauf wiederholst du. Wettbewerb verändert sich. Eine einmalige Analyse veraltet schnell.

Nächster Schritt

Du willst wissen, wer im B2B gegen dich bietet und wo dein Budget verbrennt? Dann schauen wir uns dein Google-Ads-Konto gemeinsam an. Ehrlich, ohne Verkaufsdruck.

[Unverbindlich sprechen](/kontakt/?ref=google-ads-wettbewerbsanalyse-fuer-b2b)

Häufige Fragen

Was sind Auction Insights bei Google Ads?

Auction Insights ist ein Report in deinem Google-Ads-Konto. Er zeigt, mit welchen Domains du dir die Anzeigenplätze teilst. Du siehst Werte wie Anteil an Einblendungen und Überschneidungsrate. So erkennst du deine echten Wettbewerber in der Anzeigen-Auktion.

Darf ein Wettbewerber auf meinen Markennamen bieten?

Ja, das ist bei Google Ads erlaubt. Ein Wettbewerber darf deinen Firmennamen als Keyword buchen. Sucht jemand nach dir, kann oben seine Anzeige stehen. Dagegen hilft eine eigene Marken-Kampagne, die deinen Platz sichert.

Welche Tools eignen sich für die B2B-Wettbewerbsanalyse?

Kostenlos liefern Auction Insights und der Suchbegriff-Report echte Daten aus deinem Konto. Für fremde Keywords und Anzeigentexte nutzt du externe Tools wie SE Ranking oder SISTRIX. Diese schätzen die Daten, ersetzen aber den Blick nach außen.

Warum ist Google Ads im B2B teurer als im Endkunden-Geschäft?

Im B2B ist die Zielgruppe klein und die Konkurrenz spezialisiert. Wenige Suchen treffen auf mehrere Anbieter. Das treibt die Klickpreise hoch. Dazu dauern Kaufentscheidungen länger, ein Klick führt selten sofort zum Abschluss.

Quellen

Offizielle Primärquellen und weiterführende Dokumentation: